• Zum Inhalt
  • Zur Infobox
  • Zur Suche
  • Zur Hauptnavigation
  • Zur Breadcrumbnavigation
Kärntner Institut für Seenforschung - Naturwissenschaftliches Forschungszentrum
Kärntner Seenbericht 2012

Hauptnavigation:
  • Badewasserqualität
  • Seenjahr
  • Seen
  • Güteparameter
  • Bewertungssystem
  • Restaurierung
  • Tiefenkarten

Breadcrumb:
Seenjahr

Navigation links:
  • Seenjahr 2010
  • Seenjahr 2009

Inhalt:

Das Seenjahr 2011

 
[Trophieeinstufung] [Ökologischer Zustand] [Klimarückblick] [Limnologie] [Hygiene]

Die Gewässeraufsicht des Landes Kärnten überprüfte im Jahr 2011 die Wasserqualität von insgesamt 43 Kärntner Seen. An 12 der tieferen Seen wurden je 4-mal Gütekontrollen durchgeführt. Die Entnahme von Wasserproben wurde zeitlich so gewählt, dass die Phasen der Frühjahrs- und Winterzirkulation (die Wassertemperatur von der Oberfläche bis zum Grund beträgt 4 – 7 °C) sowie die Stagnationsphase (Temperaturschichtungsphase des Sees; warmes Oberflächenwasser und kaltes Tiefenwasser) zu Beginn und am Ende des Sommers erfasst wurden.

31 kleinere Seen wurden zweimal im Jahr (Anfang Mai bis Mitte Juni und Mitte August bis Anfang September) beprobt. Darüber hinaus wurde im Untersuchungsjahr 2011 am Millstätter See und am Wörthersee im Rahmen einer vom Land Kärnten beauftragten Studie über die „Entwicklung der planktischen Organismen als Fischnährtiere“ eine monatliche Probenentnahme durchgeführt.

Die technische Gewässeraufsicht (TGA) der Abteilung 8 (Kompetenzzentrum Umwelt, Wasser und Naturschutz) und das Kärntner Institut für Seenforschung haben im Jahr 2011 an 43 Badeseen insgesamt 283 Probenahmen durchgeführt, und dabei 1.491 Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefenstufen zur chemischen Analyse entnommen. Die Wasserproben wurden auf maximal 46 Parameter hin analysiert und ihre Plausibilität geprüft. Des Weiteren wurden für eine quantitative Analyse 107 und für eine qualitative Analyse 158 Algenproben gewonnen. Etwa 94 Zooplanktonproben wurden aus dem Millstätter See und dem Wörthersee für eine mikroskopische Analyse gezogen.

Vor der Entnahme von Wasserproben wurde jeweils die aktuelle Situation bezüglich des Wetters, der Färbung, der Trübung und des Geruches des Gewässers, sowie eventuell auftretende Oberflächenfilme beobachtet und notiert. 


Trophieeinstufung 2011


Einen unveränderten Trophiestatus zwischen oligotroph (nährstoffarm) und schwach mesotroph (leicht erhöhte Nährstoffkonzentration) wiesen 2011 wieder die großen, tieferen Seen auf. Seen mit großem Wasservolumen zeigen die Tendenz, ihren Trophiestatus aufrecht zu erhalten und können witterungsbedingte Nährstoffeinträge besser ausgleichen als kleinere Seen.
Eine Verschiebung der Trophieklasse ergab sich im Vergleich zu 2010 an 9 kleineren Seen.
Hinaufgestuft wurden aufgrund geringerer Gesamt-Phosphor-Konzentrationen 2 Seen, heruntergestuft, aufgrund höherer Gesamt-Phosphor-Konzentrationen und verstärkter Sauerstoffzehrung in der Tiefe 7 Seen.

Trophieeinstufungen der Kärntner Seen
trophieeinstufung
+ Veränderung in Richtung Oligotrophie , - Veränderung in Richtung Eutrophie im Vergleich zu 2010.
 
Infolge der Sauerstoffsituation über Grund, die auf verstärkt zehrende Abbauprozesse hinwies, wurden der Greifenburger Badesee und der Wernberger Badesee von oligotroph auf schwach mesotroph umgestuft.

Der Anstieg der Gesamt-Phosphorkonzentrationen im Lavamünder Badesee und im Rauschelesee, der zudem noch verstärkte Sauerstoff zehrende Prozesse über Grund zeigte, ergaben die Verschiebung vom schwach mesotrophen Zustand in die nächst höhere „mesotrophe“ Trophieklasse.

Seen mit kleinerem Volumen reagieren empfindlicher auf Niederschlagsereignisse und die mit ihnen verbundenen erhöhten Nährstoffeinträge. Die Probenahme am St. Urbaner See und am Pirkdorfer See fiel im Frühsommer in eine Regenperiode, die einen Phosphoranstieg im Seewasser zur Folge hatte und insgesamt zur Verschiebung der Trophie vom mesotrophen in den schwach eutrophen Status führte. Neben den höheren Gesamt-Phosphorkonzentrationen wurde am St. Andräer Badesee eine hohe Sauerstoff-Sättigung beobachtet (ein Hinweis auf die hohe Produktivität des Phytoplanktons), die die Einstufung in die höhere Trophiestufe schwach eutroph zur Folge hatte.

Ein Verbesserung von der schwach mesotrophen zur oligotrophen Trophiestufe hin zeigte der Aichwaldsee. Die Bewertung des Moosburger Mühlteiches verschob sich von eutroph zu schwach eutroph.

Um eine möglichst gute Wasserqualität der Seen zu erhalten, sollten anthropogen bedingte Nährstoffeinschwemmungen durch sorgsames Ausbringen von Wirtschaftsdünger, insbesondere durch Einhaltung eines ausreichend breiten, nicht gedüngten Gewässerrandstreifens vermieden werden. Ebenso sollte auch entlang der Seezubringer ein entsprechender Uferrandstreifen von der Düngung ausgeschlossen werden, um die Nährstoffeinschwemmung aus dem Umland zu minimieren.


Ökologischer Zustand 2011


Gemäß den Vorgaben der Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) wurden zur Erhebung des biologischen Qualitätselements Phytoplankton (Teil B) 7 Kärntner Seen, Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See, Klopeiner See, Weißensee, Keutschacher See und Faaker See, untersucht.

Die Probenahme erfolgten zu den Zirkulationsphasen der Seen im Frühjahr und Frühwinter sowie zu Beginn (Frühjahrshochproduktionsphase) und am Ende des Sommers (Höhepunkt der Stagnationsphase). Die Phytoplanktonproben wurden qualitativ und quantitativ bearbeitet und ausgewertet. Die Bewertung des ökologischen Zustandes (Qualitätselement Phytoplankton) basiert auf den biologischen Parametern Biovolumen und Artenzusammensetzung des Phytoplanktons (Brettum-Index).

Ökologischer Zustand der bewerteten Kärntner Seen
oekologischer_zustand
Die Gesamtbewertung der ökologischen Zustandsklasse basiert auf dem 3-Jahres-Mittel der normierten Gesamt-EQR der Jahre 2009 bis 2011. Der Faaker See, der Keutschacher See und der Weißensee wurden in der Gesamtbeurteilung (2009 - 2011) ebenso wie in der Bewertung des Einzeljahres 2011 wieder der „sehr guten" ökologischen Zustandsklasse zugeordnet. Klopeiner See, Millstätter See, Ossiacher See und Wörthersee wurden mit „gutem“ Zustand beurteilt.  
 

Klimarückblick - Kärnten 2011


Das Jahr 2011 war in Kärnten im Vergleich zum langjährigen Mittelwert 1971 - 2000 wieder zu mild. Anders als im Jahr 2010 fiel die Abweichung nun wieder stärker aus, insgesamt war es um etwa 1 bis 1,5 Grad zu warm, im Westen Kärntens sogar noch wärmer. 
Temperaturabweichung 2011
Temp2011_zamg
Abweichung der Jahresmitteltemperatur 2011 vom langjährigen Mittel 1971 - 2000.

Quelle: www.zamg.ac.at/
In Erinnerung bleiben wird das Jahr 2011 jedoch nicht als Jahr der markanten Ereignisse, sondern eher als Jahr der stillen Rekorde: In den Gipfelregionen war das Jahr 2011 das wärmste Jahr seit Beginn der alpinen Temperaturaufzeichnungen 1851. In den Niederungen war das Jahr 2011 das sechstwärmste Jahr der Geschichte. In der Zahl der Sonnenstunden lag das Jahr 2011 hinter dem Jahr 2003 auf Platz 2 der sonnigsten Jahre. Lediglich beim Niederschlag konnten in Kärnten annähernd Normalwerte im Jahresdurchschnitt erreicht werden, wobei aber der Februar sehr trocken und der November überhaupt der trockenste Monat seit Messbeginn waren. 
 
Niederschlagsabweichung 2011
Nied2011_zamg
Prozentueller Anteil der Jahresniederschlagssumme 2011 am langjährigen Mittel 1971 - 2000.

Quelle: www.zamg.ac.at/
Für das überdurchschnittlich warme Jahr 2011 waren vor allem die besonders überdurchschnittlich warmen Monate April, August, September und November maßgeblich. Zwei bis 3,5 °C wärmer war es hier in den Niederungen und zwei bis 4,8 °C in den Bergen. Unterdurchschnittlich waren nur die Monate Juli und Oktober in den Niederungen und Jänner, Juli und Dezember auf den Bergen. 
Monatliche Lufttemperatur
lufttemperatur_monatsmittel
Abweichungen der Monatsmittel der Lufttemperatur vom langjährigen Mittel 1971 - 2000 für die Stationen Klagenfurt (blau), Spittal an der Drau (rot) und Villacher Alpe (grün).

Quelle: http://www.zamg.ac.at/
Sowohl auf den Bergen als auch in den Tallagen und Niederungen war das Jahr 2011 auch sonniger als das klimatologische Mittel 1971 - 2000. Auf den Bergen stach der November mit fast 90 % mehr Sonnenschein besonders heraus. Wer das ganze Jahr auf der Kanzelhöhe verbracht hatte, konnte insgesamt 2490 Stunden lang die Sonne genießen. An keiner anderen Wetterstation in Österreich wurde mehr Sonnenschein registriert. Auf der Villacher Alpe schien die Sonne mit 2410 Stunden ähnlich lange wie auf der Kanzelhöhe. Dies entspricht einem Plus von 20 %.
Monatliche Sonnenscheindauer
sonnenscheindauer
Monatliche Sonnenscheindauer in Prozent des langjährigen Mittelwerts 1971 - 2000 für die Stationen Klagenfurt (blau), Spittal an der Drau (rot) und Villacher Alpe (grün).

Quelle: http://www.zamg.ac.at/
Beim Niederschlag konnten in den größten Teilen Kärntens fast ausgeglichene Jahresbilanzen (-10 bis 0 % Abweichung) registriert werden. Lediglich im Lavanttal und im Klagenfurter Becken lagen die Abweichungen um 10 bis 20 % unter dem langjährigen Durchschnitt 1971 - 2000. Nur an einigen wenigen Wetterstationen lagen die Jahresniederschlagsbilanzen über den klimatologischen Mittelwerten, wie zum Beispiel am Weißensee mit +2 %. Aufgeschlüsselt über das Jahr waren jedoch die Monate Februar und November viel zu trocken, während die Monate Juni bis Oktober zumindest teilweise über den langjährigen Mittelwerten lagen.
Monatliche Niederschlagshöhe
niederschlag
Monatliche Niederschlagshöhe in Prozent des langjährigen Mittelwerts 1971 - 2000 für die Stationen Klagenfurt (blau), Spittal an der Drau (rot) und Villacher Alpe (grün).

Quelle: http://www.zamg.ac.at/

Limnologie 2011


Wassertemperatur


Die durchschnittliche Oberflächentemperatur aller untersuchten Kärntner Seen betrug im Frühsommer 2011 19,2 °C. Die Messwerte lagen im Mittel 2,6 °C über den Vorjahreswerten. Im Spätsommer (August/September) war die mittlere Wassertemperatur der Seenoberfläche von 22,1 °C um 2,5 °C höher als 2010. Zurückzuführen ist der Anstieg der Wassertemperatur auf die 2011 überdurchschnittlich hohen Lufttemperaturen. Das Jahr 2011 war das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen 1851. 2,0 bis 3,5 °C wärmer war es in Niederungen und 2,0 bis 4,8 °C in den Bergen. Als besonders warme Monate zeichneten sich der April, der August, der September und der November aus (s.a. Klimarückblick 2011). Die Langzeitentwicklung der Wassertemperatur zeigt seit 2003 einen deutlich steigenden Trend. 
 
Oberflächentemperatur
oberflaechentemperatur_duchschnitt
Durchschnittliche Oberflächentemperatur aller untersuchten Seen.

Sichttiefe

 
Sichttiefenmessung mittels Secchi-Scheibe; Foto: LorberDie Lichtdurchlässigkeit der 23 tieferen Seen entsprach mit einer durchschnittlichen Sichttiefe von 4,6 m den Messwerten der Vorjahre. Die Sichttiefe wird mit der kreisrunden Secchi-Scheibe (ca. Ø 25 cm) gemessen, die solange ins Wasser versenkt wird, bis sie gerade nicht mehr sichtbar ist. Wird der gemessene Wert mit 2,5 multipliziert, erhält man die euphotische Zone, jenen maximalen Tiefenbereich, bis zu dem Photosynthese möglich ist. Die Sichttiefe als Maß für die optische Qualität wird durch die Menge an Planktonalgen aber auch durch im Wasser schwebende mineralische Kalkteilchen getrübt.

Mit einer mittleren Sichttiefe von 9,2 m im Jahr 2011 wies wieder der Weißensee die beste optische Qualität auf. Der höchste Einzelwert wurde an diesem See im Mai mit 11,4 m gemessen. Die mittlere Sichttiefe des Millstätter Sees, als See mit der zweithöchsten Transparenz 2011, betrug 6,5 m. Die Sichttiefe der Kärntner Seen hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert, die Mittelwerte für die größeren Seen (> 10 m Tiefe) bewegen sich seit 2001 zwischen 4,2 und 4,6 m und lassen die konstant gute Wasserqualität erkennen.
Sichttiefenwerte
sichttiefe
Sichttiefe der 23 tieferen Seen (Jahresmittel, Minimum und Maximum).

Gesamt-Phosphor-Konzentration


Um die Entwicklung der Gesamt-Phosphor-Konzentrationen in der Oberflächenschicht (0-6 m) vergleichen zu können, wurden die Seen zu 2 Gruppen zusammengefasst. In der ersten Graphik sind die Jahresmittelwerte der 15 größeren Kärntner Seen dargestellt, die 4 Mal jährlich untersucht werden und tiefer als 10 m sind. Die zweite Graphik veranschaulicht die mittleren Gesamt-Phosphor-Konzentrationen von 28 flacheren Seen, die nur 2 Mal im Jahr beprobt werden.

Die tieferen Seen wiesen im Epilimnion (0-6 m) im Durchschnitt eine Konzentration von 8,8 µg/l auf. Der Mittelwert blieb seit 2001 konstant unter 10 µg/l. Größere Seen zeigen die Tendenz, ihren trophischen Status beizubehalten und besitzen eine gewisse Fähigkeit zur Selbstregulation in Bezug auf Nährstoffeinträge.
Das Maximum näherte sich der 20 µg/l-Grenze und betraf den Hafnersee, der mit der maximalen Tiefe von 10 m gerade noch zu den tieferen Seen gezählt wird, aber schon Merkmale von flachen Seen aufweist. 
 
Gesamt-Phosphorkonzentration (0 - 6 m) in Seen > 10 m
ptot_15seen
Epilimnische Gesamt-Phosphorkonzentration (µg/l) gemittelt für 15 Seen mit je 4 Probenahmen pro Jahr (Jahresmittel, Minimum und Maximum).
Die durchschnittlichen Gesamt-Phosphorkonzentrationen der 28 flacheren Seen (Tiefe < 10 m) bewegten sich im Zeitraum 2001 bis 2011 um einen Wert von 20 µg/l. Die Seen wiesen Werte bis maximal 40 µg/l auf, lediglich der Moosburger Mitterteich, der fischereilich und nicht für Badezwecke genutzt wird, kam auf einen maximalen Wert von 61 µg/l. Kleinere Seen reagieren aufgrund ihres geringeren Wasservolumens empfindlicher auf Belastungen aus dem Umland und weisen im Allgemeinen höhere Phosphorkonzentrationen auf als große, tiefe Seen.  
 
Gesamt-Phosphorkonzentration (0 - 6 m) in Seen < 10 m
ptot_28seen
Epilimnische Gesamt-Phosphorkonzentration (µg/l) gemittelt für 28 Seen mit je 2 Probenahmen pro Jahr (Jahresmittel, Minimum und Maximum).

Phytoplankton


In den 12 größeren Seen (> 10 m Tiefe), an denen 2011 quantitative Phytoplanktonanalysen durchgeführt wurden, war das mittlere Phytoplanktonbiovolumen im Epilimnion (0-6 m) von 2001 bis 2006 rückläufig. Ab 2007 kam es zu einem leichten Ansteigen des durchschnittlichen Algenbiovolumens. 2011 lag der Mittelwert knapp über der Grenze zur oligotrophen Trophiestufe (1,0 mm³/l). Das Maximum 2011 errechnete sich durch eine starke Frühjahrsproduktion im Goggausee.

Die übrigen 12 größeren Seen blieben mit Ausnahme des Wörthersees (Jahresmittel 1,8 mm³/l), der 2011 mit 10 Terminen häufiger beprobt wurde, entsprechend dem geringen Nährstoffangebot deutlich unter 1,0 mm³/l im oligotrophen, nährstoffarmen Bereich.

Im Rahmen der Routineuntersuchungen des Phytoplanktons wurden Algenarten beobachtet, die in manchen Jahren gleichzeitig in verschiedenen Seen häufiger bestimmt wurden. 2011 trat die Xanthophyceae Botryochloris minima häufiger auf und bildete im Keutschacher See 60 % des Biovolumens (September), im Längsee 20 % (Mai), im Weißensee 10 % (August). Eine zweite Art, die 2011 häufiger als vor einigen Jahren gezählt wurde, war die Ulvophyceae Planktonema lauterbornii, die im Wörthersee 10 % des Biovolumens im August und September (Epilimnion 0 - 6 m) aufbaute und in geringen Mengen auch im Keutschacher See und Millstätter See auftrat.

Die mikroskopische Phytoplanktonanalyse der kleineren Seen erfolgte 2011 qualitativ. Die Ergebnisse liegen als Artenlisten mit Häufigkeitsschätzung vor. 
Mittlere Biomassekonzentration (0 - 6 m) in Seen > 10 m Tiefe
biomasse
Mittlere Biomassekonzentration (0 - 6 m) in Seen tiefer als 10 m.

Hygiene 2011


32 Badestellen an 14 Kärntner Seen wurden vom Landeshauptmann von Kärnten der Europäischen Kommission gemeldet und im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit nach Richtlinie 2000/60/EG hygienisch überprüft. Weitere 42 Messstellen an 27 Seen unterliegen der Kontrolle des Landes Kärnten und werden nach denselben Kriterien bewertet wie die EU-Badestellen. 

369 Wasserproben von 74 Badestellen wurden in der Badesaison 2011 auf ihre hygienische Eignung als Badegewässer überprüft. Die Kontrollen erfolgten während der Badesaison von Juni bis September an mindestens 5 Terminen. 342 Proben zeigten richt- und grenzwertkonforme Ergebnisse. Bei 26 Proben wurden kurzzeitig Richtwertüberschreitungen bei Escherichia coli oder Intestinalen Enterokokken beobachtet. Zu einer Grenzwertüberschreitung bei Escherichia coli kam es einmalig an einer Badestelle am Turnersee. Bei der Kontrolle durch die Gewässeraufsicht wurde festgestellt, dass die hygienische Verunreinigung des Badewassers durch die Ansammlung zahlreicher Wasservögel auf der Badebrücke des Strandbades verursacht wurde. Unmittelbar nach diesem Ereignis wurden im Strandbad Fütterungsverbotstafeln aufgestellt und regelmäßige Kontrollen veranlasst. Die hygienische Nachuntersuchung ergab eine einwandfreie Wasserqualität, so dass kein Badeverbot ausgesprochen werden musste.

Ausgenommen der kurzzeitigen Verunreinigung am Turnersee war das Baden im Jahr 2011 an allen Badestellen aus hygienischer Sicht unbedenklich.
 
Hygiene
hygiene_bewertung
 

© 2012 All Rights Reserved  •  Kärntner Institut für Seenforschung  •  Kirchengasse 43  •  9020 Klagenfurt am Wörthersee

Valid XHTML 1.0 TransitionalValid CSSWCAG 1.0 A