Huchen [Hucho hucho (Linné, 1758)]
Langgestreckter, im Querschnitt fast drehrunder Körper; langer, abgeflachter Kopf; kleine Schuppen; relativ große Fettflosse; Flossen ohne jegliche Zeichnung.
Färbung: variiert von Gewässer zu Gewässer; Grundfarbe im vorderen Körperdrittel grünlich und grau, im hinteren Bereich am Rücken und an den Flanken meist kupferrote und rotbraune Farbtöne; Bauchseite ist weiß eingefärbt; sternförmige schwarze Flecken über den Körper verteilt.
Durchschnittsgröße: 70 bis 100 cm, je nach Gewässer (Drau: Maximalgrößen von ca. 145 cm bei 35 kg).
Foto: Mladica [de.wikipedia.org]
Der Huchen, auch „Donaulachs“ genannt, ist ein weiterer Vertreter der zur Familie der lachsartigen (Salmonidae) gehörenden Fischarten. Er ist europaweit gefährdet.
Vorkommen in Kärnten
In Kärnten sind selbstreproduzierende Huchenpopulationen aufgrund der starken Gefährdung dieser Art nur noch in der Drau und in der Gail zu finden. Juvenile Exemplare konnten in den Zubringern dieser beiden Flüsse nachgewiesen werden. In der Gurk, welche seit jeher als Huchengewässer bekannt war, konnte trotz Besatzmaßnahmen kein Huchen mehr nachgewiesen werden.
Fischregionen
Begleitart der
Äschenregion (Hyporhitral) und der
Barbenregion (Epipotamal)
Lebensweise
Der Huchen lebt in schnell fließenden, sauerstoffreichen und kühlen Gewässern mit steinigem bzw. kiesigem Grund. Er bevorzugt als Raubfisch Standplätze wie tiefe Rinner, unterspülte Ufer oder Bereiche mit Totholzansammlungen.
Nahrung
Jungfische: Insekten und deren Larven, Brut anderer Fische.
Erwachsene Fische: alle anderen Fischarten, vor allem Nasen, Aalrutten, Äschen, Aitel, Forellen, Neunaugen. Kleine Nager und junge Wasservögel.
Fortpflanzung
Der Huchen gehört zu den Frühjahrslaichern. Er zieht je nach Wassertemperatur zwischen März und Mai zu seinen Laichplätzen, welche an seichten stark überströmten Kiesbänken liegen. Der Rogner (Weibchen) hebt Laichgruben aus und legt die Eier darin ab, welche dann vom Milchner (Männchen) befruchtet werden.
Besonderheiten
Der Huchen ist ein Kieslaicher. Die Elterntiere schlagen pro Laichgrube bis zu 1,2 Tonnen Kiesmaterial heraus.
Außerdem ist der Huchen der größte einheimische forellenartige Fisch. In der Vergangenheit wurden in der Donau noch Huchen mit bis zu 60 kg gefangen.
Fischerei
Der Huchen ist auch heute noch, obwohl selten geworden ein sehr begehrter Fisch für die Angelfischerei. Früher wurden Huchen mit langen lanzenartigen Stechwerkzeugen aus den Gewässern gestochen.
Gefährdung
Wie bei den meisten gefährdeten heimischen Fischarten ist auch beim Huchen die stärkste Bedrohung im Verlust seiner natürlichen Lebensräume zu sehen. Durch die zahlreichen Regulierungsmaßnahmen unserer Fließgewässer bzw. den vielen Kraftwerksbauten sind viele typische Huchenstandorte verloren gegangen.
Rote Liste Kärnten: gefährdet
Rote Liste Österreich: stark gefährdet