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Kärntner Institut für Seenforschung - Naturwissenschaftliches Forschungszentrum
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Sonnenbarsch

Sonnenbarsch [Lepomis gibbosus (Linné, 1758)]
Sonnenbarsch; Foto: KIS
Der Sonnenbarsch ist ein naher Verwandter des Forellenbarsches. Der Körper ist hochrückig, im Alter fast scheibenförmig. Er besitzt eine ungeteilte, lange Rückenflosse und eine kleine Mundspalte. Seine Färbung ist auffällig (olivbraune Grundfärbung mit kleinen gelblichbraunen und orangefarbenen Flecken, schwarzer, hinten rot gerandeter Fleck auf einem häutigen Anhang des Kiemendeckels). Die Färbung ist vor allem bei den Männchen in der Laichzeit auffällig. Die mittlere Länge des Sonnenbarsches beträgt 10 - 15 cm. 
(Honsig 2002)

Lebensweise


Der Sonnenbarsch bevorzugt warme, stark verkrautete Teiche, Seen und zunehmend auch Baggerseen. Die Nahrung besteht aus Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven, Fischlaich und -brut. Die Eier werden an seichten Uferstellen in flache Laichgruben abgelegt. Die Laichgruben befinden sich in der Nähe ausgedehnter Pflanzenbestände und werden von den Männchen als Reviere verteidigt. Das Balzen und Laichen findet nur bei Sonnenschein statt, wodurch die Strukturfarben der Männchen besonders zur Geltung kommen. Der Sonnenbarsch kann mehr als 10 Jahre alt werden. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens und weil er ein Laich- und Fischbruträuber ist, kann er bei starker Vermehrung andere Fischarten verdrängen (PAULUZZI 2000).


Vorkommen in Kärnten



Der Fisch wurde 1887 aus Nordamerika in Europa eingeführt (MUUS & DAHLSTRÖM 1993). In Kärnten ist er in den 1980-er Jahren eingeschleppt worden und zunächst in einem Baggerteich bei St. Johann im Rosental aufgetreten. In weiterer Folge fand man ihn auch in anderen Kleingewässern, aber auch in der Sattnitz, im Wörthersee, Keutschacher See, Ossiacher See sowie im Völkermarkter und Rosegger Draustau sowie in der unteren Glan. Sonnenbarsche sind unbeabsichtigt durch Besatzmaßnahmen im Jahre 1987 und 1988 auch in den Millstätter See eingeschleppt worden.

Fischerei


Im Wörthersee hat er sich sehr stark vermehrt und beeinträchtigt dort die Netzfischerei.
Sonnenbarsche sind in den flachen Uferzonen des Wörthersees anzutreffen und zeigen keinerlei Scheu vor dem Menschen. So kommt es immer wieder vor, dass zur Laichzeit ahnungslose Badende, die in die Nähe des Revieres oder der Laichgrube des Sonnenbarsches kommen, gezwickt werden. Auch gegenüber Tauchern zeigt er sein aggressives Verhalten.
In seiner ursprünglichen Heimat, in Nordamerika ist der Sonnenbarsch ein beliebter Angel- und Speisefisch (Gewicht bis 0,5 kg).

Zitat aus HONSIG-ERLENBURG, W., T. FRIEDL & G. KESCHBAUMER: Aal: 52-53. In: HONSIG-ERLENBURG, W. & W. PETUTSCHNIG (2002): Fische Neunaugen Flusskrebse Großmuscheln. - Sonderreihe des Naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten: 1-256, Klagenfurt.

 

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