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Kärntner Institut für Seenforschung - Naturwissenschaftliches Forschungszentrum
Kärntner Seenbericht 2006

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Zmulner See


Trophie: schwach mesotroph
Hygiene: gut
Ökologischer Zustand:
Zmulner See
Alle 2005 erhobenen trophierelevanten Parameter wiesen den Zmulner See weiterhin als schwach mesotrophes Gewässer aus.

Die mittlere Sichttiefe betrug 2,5 m. Damit setzte sich 2005 der ansteigende Trend der letzten Jahre fort. pH-Wert (pH 8,0) Leitfähigkeit (439 μS/cm) blieben unverändert. Der Zmulner See zeigte innerhalb der Kärntner Seen die zweithöchste Leitfähigkeit.

Die Gesamt-Phosphor-Konzentration hat gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Mit mittleren 16 μg/l lag sie wieder auf dem Niveau des Jahres 2003. Auch bei der Konzentration an Orthophosphat- Phosphor konnte ein Anstieg beobachtet werden. Im Mittel lag die Orthophosphat-Phosphor-Konzentration bei 3 μg/l. Die Nitrat-Stickstoff-Konzentration hat gegenüber dem Vorjahr neuerlich zugenommen. Gemittelt über die Wassersäule errechnete sich ein Wert von 839 μg/l. In Anbetracht des hohen Anteils an intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen im Einzugsgebiet ist dieser Wert jedoch nicht ungewöhnlich hoch. Die grundnahe Ammonium-Stickstoff-Konzentration nahm, infolge der verbesserten Sauerstoffsituation, leicht ab. Im Mittel wurde in 6 m Tiefe eine Konzentration von 217 μg/l gemessen. Im Mai, nach der Frühjahrszirkulation, wurde eine grundnahe Sauerstoff-Konzentration von 8,5 mg/l gemessen. Über die Sommermonate kam es zu nicht unbeträchtlichen Zehrungsprozessen, weshalb im September nur mehr eine Konzentration von 0,8 mg/l anzutreffen war.

Die Konzentration der Phytoplanktonbiomasse übertraf mit mittleren 671 mg/m³ den Vorjahresmittelwert deutlich. Im Mai wurden rund 80 % der gesamten 924 mg/m³ von verschiedenen Vertretern der Gattung Cyclotella (Bacillariophyceae) gebildet. Zum planktonärmeren (418 mg/m³) Septembertermin herrschten Synedra acus var. angustissima und Amphora sp. (beide Bacillariophyceae) vor.

Im Juni kam es zu einer kurzzeitigen Grenzwertüberschreitung bei den gesamtcoliformen und fäkalcoliformen Bakterien. Auch bei der Konzentration an Streptococcus faecalis wurde der Richtwert überschritten. Ursache der Überschreitungen war die unsachgemäße Ausbringung von Gülle, wodurch es im Zuge von heftigen Niederschlägen zu einer Einschwemmung der Keime in den See kam. Zwei Tage später wurden an vier Stellen Kontrollproben entnommen. In keiner der Proben konnten Richt- oder Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden. Auch die im Laufe der weiteren Badesaison entnommenen Proben wiesen keinerlei Überschreitungen auf.
 

Zmulner See

2003

2004

2005

Parameter Tiefe n Mittel Min Max n Mittel Min Max n Mittel Min Max
Sichttiefe (m) 2 2,0 1,5 2,5 2 2,3 2,0 2,5 2 2,5 2,4 2,5
Temperatur (°C) 0 m 2 8,6 20,8 2 14,5 16,1 2 17,2 20,2
pH-Wert 1 m 2 7,9 7,7 8,2 2 7,9 7,9 8,0 2 8,0 7,9 8,1
Leitfähigkeit (µS/cm) 1 m 2 484 470 497 2 500 490 510 2 493 492 493
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 3 m 2 16 15 17 2 12 10 14 2 16 15 19
Gesamt-Phosphor (µg/l) gew. 0 - 6 m 2 16 15 17 2 12 10 14 2 16 15 18
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m 2 < 2 < 2 < 2 2 < 2 < 2 < 2 2 3 2 3
Nitrat-Stickstoff (µg/l) 0 - 6 m 2 390 236 544 2 687 379 995 2 839 591 1088
Ammonium-Stickstoff (µg/l) 6 m 2 318 306 330 2 300 110 490 2 217 184 249
Sauerstoff (mg/l) 6 m 2   <0,2 0,2 2   <0,2 0,4 2   0,8 8,5
Phytoplankton (mg/m³) 0 - 6 m         2 379 112 647 2 671 418 924
Chlorophyll a (µg/l) 0 - 6 m 2 7,5* 3,0* 11,9*


Informationen zum See
Morphometrie
Tiefenkarte
 

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