Sonnegger See
| Trophie: |
schwach mesotroph |
| Hygiene: |
sehr gut |
| Ökologischer Zustand: |
|
Der Nährstoffstatus des Sonnegger Sees in Bezug auf die Gesamt-Phosphor-Konzentrationen war im untersuchten Jahr 2009 schwach mesotroph.
Die Lichtdurchlässigkeit des Seewassers blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. An beiden Terminen wurde ein Sichttiefenwert von 1,9 m gemessen.
Anfang Mai wurden Gesamt-Phosphor-Konzentrationen um 10 µg/l gemessen, im September lagen die Messwerte mit 15 µg/l knapp im mesotrophen Grenzbereich. Der Mittelwert (12 µg/l) ergab die Einstufung zum schwach mesotrophen Gewässertyp. Als Ortho-Phosphat steht der Nährstoff Phosphor dem Phytoplankton unmittelbar zur Verfügung, die Konzentration lag im Mai unter der Bestimmungsgrenze von 2 µg/l, im September betrug der Wert 5 µg/l. Etwas höhere Nitrat-Stickstoff-Gehalte (1.318 µg/) waren im Untersuchungsjahr 2009, wie auch 2008 (1.405 µg/l) beobachtet, im Vergleich zu 2007 (999 µg/l) festzustellen. An beiden Probenahmeterminen zeigte eine Sauerstoffsättigung von über 120 % eine rege Photosynthesetätigkeit der Planktonalgen von 0 – 2 m Tiefe an.
Beide mikroskopisch analysierten Proben ergaben eine deutliche Dominanz der nadelförmigen Bacillariophyceae
Fragilaria ulna. Im Mai waren mittelgroße Formen der Varietät var.
acus beherrschend. Im Spätsommer trat die Varietät var.
angustissima massiv (Häufigkeit 5) in den Vordergrund, deren Schwerpunkt laut GZÜV-Basisliste (Taxon-spezifische Trophie-Scores) im Bereich 8 – 15 µg/l (TP-Gradient) liegt. Im Frühsommerplankton war auch
Cyclotella sp. (Bacillariophyceae) zahlreich (Häufigkeit 4) vertreten.
Peridinium inconspicuum (Dinophyceae), mehrere
Scenedesmus-Arten (Chlorophyceae),
Chroococcus limneticus (Cyanophyceae) und 2 Gattungen der pennaten Bacillariophyceae (
Navicula sp. und
Achnantes sp.) erhielten die Häufigkeitsstufe 3. Am Ende des Sommers kamen auch der Dinoflagellat
Peridinium aciculiferum und die Zieralge
Staurastrum tetracerum (Conjugatophyceae Desmidiales) häufig (Stufe 4) vor. Weitere 8 Arten verschiedener Algenklassen wurden mit mittlerer Häufigkeit geschätzt. Insgesamt wurden in der Septemberprobe 46 Arten bzw. Gattungen bestimmt.