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Kärntner Institut für Seenforschung - Naturwissenschaftliches Forschungszentrum
Kärntner Seenbericht 2004

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Moosburger Mitterteich


Trophie: mesotroph
Hygiene:
Ökologischer Zustand:
Moosburger Mitterteich
Der Moosburger Mitterteich wurde in den Jahren 2000 bis 2002 restauriert. Es fand eine teilweise Entschlammung des Teiches im Bereich der Mündung des Stallhofnerbaches statt. Bedingt durch die jahreszeitlich spät angesetzte Wiederbefüllung im März 2002 konnte das Phytoplankton aufgrund der ausreichenden Wassertemperatur und begünstigt durch ausreichende Sonneneinstrahlung die aus dem aufgewühlten Sediment frei werdenden Nährstoffe optimal nutzen und sich stark vermehren.

Die Ergebnisse der 2003 durchgeführten limnologischen Untersuchungen zeigten, dass der Moosburger Mitterteich die Eingriffe der Jahre 2001 und 2002 und die damit einhergehende Verschlechterung der Wasserqualität bereits teilweise kompensieren konnte.

Die Sichttiefe reichte an beiden Terminen bis zum Grund.

Im Mai lag die Gesamtphosphorkonzentration unter der Nachweisgrenze. Aufgrund der hohen Gesamtphosphorkonzentration im September (42 μg/l) und der zum selben Termin beobachteten aufschwimmenden Algen (vor allem Cryptomonas sp.) im Uferbereich, wird der Teich weiterhin als schwach eutroph geführt.

Die angestiegene Nitrat-Stickstoffkonzentration deutete darauf hin, dass 2003 die Produktivität des Phytoplanktons gegenüber dem Vorjahr abgenommen hat. Die Chlorophyll-a-Werte bestätigten diese Annahme, wenngleich das Ausmaß der Reduktion (nur rund 10 Prozent des Vorjahres) nicht plausibel erscheint und wohl dem Methodenwechsel in der Bestimmung dieses Parameters zuzuschreiben ist.

In Folge der ausreichenden Sauerstoffversorgung an der Grenze zum Sediment kam es auch 2003 zu keiner Anhäufung von Ammonium-Stickstoff.

Im Mai setzte sich die Phytoplanktongemeinschaft in erster Linie aus Kiesel- und Blaualgen zusammen. Erstere waren durch die mittelhäufig vorkommenden Arten Navicula sp., Surirella sp., Aulacoseira sp. und Nitzschia sp. vertreten. Die Blaualgen wurden vor allem durch Oscillatoria sp. und Spirulina sp. repräsentiert. Dinobryon divergens (Goldalgen) kam ebenfalls mit mittlerer Häufigkeit vor.

Im September wurden Aulacoseira sp. und mittelgroße Formen der Gattung Cyclotella (beide Kieselalgen) als häufig eingestuft. Weitere mit mittlerer Häufigkeit vorkommende Kieselalgen waren Aulacoseira granulata und Asterionella formosa. Vertreter anderer Algengruppen waren Cryptomonas ovata (Schlundalgen), Scenedesmus quadricauda (Grünalgen) und Dinobryon sociale var. stipitatum (Goldalgen).
 

Moosburger Mitterteich

2001

2002

2003

Parameter Tiefe n Mittel Min Max n Mittel Min Max n Mittel Min Max
Sichttiefe (m) 2 0,9 0,8 1,0 2 Grund
Temperatur (°C) 0 m 2 19,0 22,2 2 16,7 22,6
pH-Wert 1 m 2 8,0 7,9 8,0 2 7,7 7,7 7,8
Leitfähigkeit (µS/cm) 1 m 2 301 296 306 2 275 261 289
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 3 m 2 78 51 104 2 24 < 5 42
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 3 m 2 2 < 2 4 2 3 2 3
Nitrat-Stickstoff (µg/l) 0 - 3 m 2 < 11 < 11 < 11 2 15 11 19
Ammonium-Stickstoff (µg/l) 3 m 2 99 6 192 2 82 67 96
Sauerstoff (mg/l) 3 m 2   6,7 9,0 2   6,3 7,9
Chlorophyll a (µg/l) 0 - 3 m 2 24,3 18,8 29,8 2 2,3* 0,6* 4,0*


Informationen zum See
Morphometrie
 

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