Hörzendorfer See
| Trophie: |
schwach eutroph |
| Hygiene: |
sehr gut |
| Ökologischer Zustand: |
|
Der Hörzendorfer See konnte 2010 als schwach eutrophes Gewässer beurteilt werden, da die mittlere Gesamt-Phosphor-Konzentration von 41 µg/l (2009) auf 36 µg/l zurückging.
Im Vergleich zu den letzten drei Jahren verbesserte sich die Lichtdurchlässigkeit des Sees, an beiden Probenahmeterminen lag die Sichttiefe über 1,5 m. Im Mai wurde ein Gesamt-Phosphor-Gehalt von 32 µg/l gemessen, im September lagen die Messwerte um 40 µg/l, an der Grenze zum eutrophen Nährstoffstatus. Das Maximum mit 40 µg/l war gegenüber dem Vorjahr (52 µg/l) weniger hoch. Wie 2009 ergaben die chemischen Analysen erhöhte Nitrat-Stickstoff-Konzentrationen (2.642 µg/l), die auf einen Eintrag aus dem landwirtschaftlich genutzten Umland hinweisen.
Hinsichtlich der Sauerstoffsituation in 3 m Tiefe konnte gegenüber 2009 eine Verbesserung festgestellt werden. Das Minimum stieg von 0,5 mg/l (2009) auf 6,5 mg/l. An beiden Terminen lag die Sauerstoffsättigung über 70 %. In der Oberflächenschicht von 0-1 m wurde im September eine Sättigung von 130 % gemessen, die eine rege Photosynthesetätigkeit der Planktonalgen anzeigte.
Im Frühsommer waren centrale Bacillariophyceae (
Cyclotella sp.,
Aulacoseira sp.,
Urosolenia longiseta) und Chrysophyceae (
Dinobryon divergens) dominant. Die Häufigkeit 3 wurde
Scendesmus-Arten und
Pediastrum boryanum (Chlorophyceae) und
Peridinium cinctum (Dinophyceae) zugeordnet. Mit 71 bestimmten Arten bzw. Gattungen war das Artenspektrum breit gefächert. Im September prägten coccale Cyanophyceae das mikroskopische Bild.
Microcystis wesenbergii trat massenhaft auf und
Woronichinia naegeliana wurde mit der Häufigkeit 4 geschätzt. Mittlere Häufigkeiten entwickelten
Aulacoseira sp.,
Stephanociscus hantzschii (beide Bacillariophyceae) und die Grünalge
Pediastrum simplex.