Hörzendorfer See
| Trophie: |
eutroph |
| Hygiene: |
sehr gut |
| Ökologischer Zustand: |
|
Der Hörzendorfer See ist einer der wenigen Kärntner Seen, in dem im Jahr 2005 ein deutlicher Nährstoffanstieg zu verzeichnen war. Trotz der Tatsache, dass die Phytoplanktonbiomasse nur unterdurchschnittlich auf diesen Anstieg reagierte, muss der Hörzendorfer See dem eutrophen Typus zugeordnet werden.
Wie für den Hörzendorfer See nicht ungewöhnlich, lag die Sichttiefe mit mittleren 1,6 m auch im Jahr 2005 unter dem von der EU-Badegewässerrichtlinie (76/160/EWR) festgelegten Richtwert von 2 m. pH-Wert und Leitfähigkeit lagen mit Werten von pH 8,3 bzw. 492 μS/cm innerhalb der mehrjährigen Schwankungsbreite.
Die Gesamt-Phosphor-Konzentration hatte sich gegenüber dem Vorjahr beinahe verdoppelt und lag bei mittleren 41 μg/l. Zurückzuführen ist dieser hohe Wert vor allem auf eine hohe grundnahe Konzentration am Ende der Sommerstagnation. Orthophosphat-Phosphor lag an beiden Terminen in messbarer Konzentration nahe der Bestimmungsgrenze von 2 μg/l vor. Entsprechend dem großen Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche im Einzugsgebiet ist die Konzentration an Nitrat-Stickstoff sehr hoch. Im Mittel betrug die Konzentration 3059 μg/l. Dagegen kann sich, bedingt durch die ausreichende Sauerstoffversorgung des Tiefenwassers (Konzentration über Grund zwischen 4 und 11 mg/l), kaum Ammonium-Stickstoff bilden, so dass dessen Konzentration nur mittlere 32 μg/l erreichte. Sauerstoffarmes Tiefenwasser wird über eine Tiefenwasserableitung abgezogen.
Die Konzentration der Schwebealgenbiomasse betrug im Mittel 915 mg/m³. Im Mai lag die Konzentration bei 1411 mg/m³. An diesem Termin wurden rund zwei Drittel von
Cyclotella sp. (Bacillariophyceae) gebildet. Im September sank die Biomasse-Konzentration auf 419 mg/m³. Neben
Cyclotella sp., welche immer noch rund ein Drittel der Gesamtbiomasse stellte, hatte auch
Oocystis sp. (Chlorophyceae) maßgeblichen Anteil an der Phytoplankton- Konzentration.
Der Hörzendorfer See wurde während der Badesaison 2005 an 5 Terminen einer hygienischen Überprüfung unterzogen. An keinem der Termine wurden Richt- oder Grenzwertüberschreitungen festgestellt. Der See verfügte somit über eine „sehr gute Badewasserqualität“.