Hörzendorfer See
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mesotroph |
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| Ökologischer Zustand: |
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Der Hörzendorfer See zeigte hinsichtlich der gemessenen physikalischen Parameter kaum Abweichungen von den Werten vergangener Jahre. Unterschiede in der Minimaltemperatur erklären sich aus der begrenzten Anzahl und jahreszeitlichen Verteilung der Beprobungstermine.
Die Gesamtphosphorkonzentration zeigte gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg auf 22 μg/l. Der See wird hinsichtlich seines Nährstoffniveaus als mesotroph mit der Tendenz zu schwach eutroph eingestuft. Die Tendenz in Richtung Eutrophie wird vor allem aus der hohen Maximalkonzentration des Gesamtphosphors von 37 μg/l im September und dem Auftreten von Algenblüten der Blaualge
Microcystis wesenbergii im August abgeleitet.
Trotz einer, gegenüber den Vorjahren, deutlichen Abnahme der Nitrat-Stickstoffkonzentration wies der Hörzendorfer See immer noch wesentlich höhere Werte als vergleichbare Gewässer auf. Als Ursache muss ein Eintrag aus dem großteils landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet angenommen werden.
Infolge der bestehenden Tiefenwasserausleitung ist bis zum Grund eine gute Sauerstoffversorgung gegeben. Dadurch erklärt sich auch der deutliche Rückgang der grundnahen Ammonium-Stickstoffkonzentration.
Die mittels Fluoreszenzsonde ermittelten Chlorophyll-a-Werte scheinen im Fall des Hörzendorfer Sees plausibel und setzen den abnehmenden Trend der letzten beiden Jahre fort. Werte bis rund 12 μg/l weisen jedoch immer noch auf eine hohe Schwebealgenbiomasse hin.
Am ersten Probenahmetermin im Mai wurde
Dinobryon divergens (Goldalgen) massenhaft im Phytoplankton gefunden. Andere Arten wurden nur selten bis vereinzelt angetroffen. Die halbquantitative Analyse der Proben vom September ergab für keine Art eine Dominanz. Mit mittlerer Häufigkeit vorkommende Arten waren:
Aphanocapsa sp.,
Gomphosphaeria aponina und
Chroococcus limneticus (alle Blaualgen),
Botryococcus braunii und
Coenococcus planctonicum (beide Grünalgen) sowie
Staurodesmus planctonicum und
Staurodesmus sp. (beide Zieralgen). Eine wegen einer Algenanschwemmung im Uferbereich Mitte August entnommene und untersuchte Probe ergab, dass es sich dabei hauptsächlich um
Microcystis wesenbergii handelte. Die Blaualge wurde zu diesem Termin als „massenhaft“ eingestuft.
Im Sommer 2003 wurden am Hörzendorfer See fünf Proben auf ihre hygienische Eignung als Badewasser überprüft. Zu Saisonbeginn, im Juni, und -ende, im September, wurden Richtwertüberschreitungen der gesamtcoliformen Bakterien beobachtet. Außerdem überschritten zu Saisonbeginn (Anfang Juni) die Keimzahlen der fäkalcolifomen Bakterien und von
Streptococcus faecalis, die vorgeschriebenen Richtwerte. Die vermehrte Anzahl der fäkalcoliformen Bakterien ist ein Hinweis auf eine Belastung durch Gülle oder Stallmist. Da in diesem Zeitraum Niederschläge stattfanden, können diese Überschreitungen durch oberflächliche Einschwemmung aus dem landwirtschaftlich genutzten Umland verursacht worden sein. Der Hörzendorfer See war aus hygienischer Sicht dennoch zur Nutzung als Badewasser geeignet.