Forstsee
| Trophie: |
schwach mesotroph |
| Hygiene: |
sehr gut |
| Ökologischer Zustand: |
|
Die Oberflächenschicht (0 - 6 m) war 2011 in Bezug auf den Parameter Gesamt-Phosphor mit einer Konzentration von 8 µg/l nährstoffärmer als im Vorjahr. Der Phosphorgehalt des Oberflächenwassers würde dem eines oligotrophen Sees entsprechen, das Phytoplanktonspektrum und die Sauerstoffzehrungsprozesse über Grund hingegen weisen auf den schwach mesotrophen Zustand des Forstsee hin.
Ende Mai betrug die Sichttiefe 6,3 m, am Ende der Badesaison wurde ein Wert von 4,7 m gemessen. Mit Werten um 8 µg/l waren die Gesamt-Phosphorkonzentrationen im Epilimnion (0 - 6 m) sehr gering. Bis zu einer Tiefe von 20 m war das Seewasser an beiden Terminen relativ nährstoffarm, der höchste Gesamt-Phosphor-Gehalt in 20 m betrug 13,9 µg/l. Über Grund in 30 m Tiefe stieg der Gesamt-Phosphor-Gehalt Ende Mai auf maximal 28 µg/l an. Ab 30 m Tiefe kam es zur Bildung von Schwefelwasserstoff, da der Sauerstoff beim verstärkten Abbau von organischer Substanz zur Gänze verbraucht wurde. Ende September wurde kein Schwefelwasserstoffgeruch mehr festgestellt, der Sauerstoff-Gehalt lag mit 0,2 mg/l jedoch an der Bestimmungsgrenze. Stickstoff liegt unter anaeroben Bedingungen vorwiegend als Ammonium vor, entsprechend der geringen Sauerstoffkonzentrationen wurden in der Tiefe relativ hohe Ammonium-Stickstoffkonzentrationen (580 und 623 µg/l) gemessen. Die Werte lagen deutlich über den Vorjahreswerten (16 und 272 µg/l).
Das Frühsommerplankton wurde von
Dinobryon divergens dominiert. Diese koloniebildende Goldalge (Chrysophyceae) trat mit der Häufigkeitsstufe 5 „massenhaft“ auf. Die zweithäufigste Art war der Panzerflagellat
Ceratium hirundinella (Dinophyceae) mit der Häufigkeit 3. Am Ende des Sommers ergab die mikroskopische Analyse ein massenhaftes Auftreten der coccalen Cyanophyceae
Microcystis aeruginosa. Mittlere Häufigkeiten entwickelten Chlorophyceae (
Chlamydocapsa planctonica, chlorococcale Formen) und weitere coccale Blaualgenarten (
Chroococcus sp.,
Microcystis flos-aquae).