Forstsee
| Trophie: |
schwach mesotroph |
| Hygiene: |
sehr gut |
| Ökologischer Zustand: |
|
In den Jahren 2007 bis 2009 konnte der Forstsee als oligotrophes Gewässer eingestuft werden. Im Vorjahr wies der See einen schwach mesotrophen Nährstoffstatus auf und auch das Untersuchungsjahr 2010 ergab die Beurteilung schwach mesotroph.
Die mittlere Sichttiefe mit 6,1 m entsprach dem Jahr 2009. Auch im Frühsommer, wenn das Algenwachstum in der Regel am höchsten ist, war die Sichttiefe mit 5,5 m ausgezeichnet. An beiden Terminen wurde eine Wassertemperatur unter 20 °C gemessen.
Die mittlere Gesamt-Phosphor-Konzentration im Epilimnion (0-6 m) lag im schwach mesotrophen Bereich, da in 1 m (17 µg/l Juni) und 3 m (15 µg/l September) Werte über 10 µg/l gemessen wurde, die den Mittelwert 12 µg/l ergaben. Die anderen Messwerte bewegten sich bis 20 m knapp unter 10 µg/l im nährstoffarmen Bereich. Im September, am Ende der Stagnationsphase, wurde in 30 m Tiefe ein Gesamt-Phosphor-Gehalt von 30 µg/l bestimmt, der zusammen mit der Ammonium-Stickstoff-Konzentration (528 µg/l) auf die Abwesenheit von Sauerstoff infolge verstärkter Abbauprozesse hinwies.
Die mikroskopische Analyse ergab ein massenhaftes Auftreten der Goldalge
Dinobryon divergens Anfang Juni. Mittlere Häufigkeiten entwickelten Chlorophyceae, vertreten durch
Coenococcus sp. und
Elakatothrix gelatinosa, sowie Dinophyceae (
Ceratium hirundinella,
Peridinium sp.). Anfang September waren Chlorophyceae (
Coelastrum polychordum,
Coenococcus planctonicus) und coccale Blaualgen die wesentlichen Bestandteile des Algenspektrums.