Der Ferlacher Badesee liegt im Rosental im Gemeindegebiet von Ferlach, eingebettet in Schottermassen, die von den in den Karawanken entspringenden Bächen in das Tal verlagert wurden. Sie bestehen vorwiegend aus Kalkschottern und sind den zum Teil mächtigen, 30 bis 40 m hohen Konglomeraten verfestigter fluviatiler Schottermassen der Drau aufgelagert (HANSELY & ANDERLE 1973). Der Grundwasserspiegel liegt zwischen 0 und 4 m. Aufgrund des Vorherrschens von leicht durchlässigen Böden (Schotter- und Sandablagerungen) ist die Grundwassererneuerung sehr groß. Der Ferlacher Badesee ist im Zuge der Errichtung des Kraftwerkes Ferlach-Maria Rain im Jahre 1976 entstanden. Der See besitzt keinen Zufluss, er wird vom Grundwasser gespeist. Ein oberirdischer Abfluss mündet in die kleine Drau.
Der Grundwassersee ist ein beliebtes Badegewässer und durch flache Ufer charakterisiert. Er ist von den Erlenwäldern des ehemaligen Auwaldes der Drau umgeben und wird nordseitig von den Dämmen des Draustaues begrenzt.
Im Ferlacher Badesee kommen folgende 12 Fischarten vor (LACKNER, mündl. Mitteilung):
Hecht (Esox lucius)
Barsch (Perca fluviatilis) Blau Barsch
Aitel (Leuciscus cephalus)
Karpfen (Cyprinus carpio)
Laube (Alburnus alburnus) Steinfischerl
Rotauge (Rutilus rutilus)
Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
Schleie (Tinca tinca)
Zander (Sander lucioperca)
Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus)
Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
Löffelstör (Polyodon spathula)
Besetzt und sportfischereilich genutzt werden vor allem die Fischarten Karpfen, Regenbogenforelle und Zander. Der Bestand an Sonnenbarschen ist sehr hoch.
Besatz mit Signalkrebsen. Der Ferlacher Badesee beherbergt ein Signalkrebsvorkommen (
Pacifastacus leniusculus). Diese Nordamerikanische Flusskrebsart wurde durch einen gezielten Besatz Anfang der 1970er Jahre in den ehemaligen Baggersee eingebracht. Seither hat sich eine dichte Krebspopulation entwickelt.