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Kärntner Institut für Seenforschung - Naturwissenschaftliches Forschungszentrum
Kärntner Institut für Seenforschung
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Falkertsee



 
Falkertsee; Foto: Oberauer
Allgemeine Beschreibung
Morphometrische Daten
Fischbestand
Tiefenkarte

 


Allgemeine Beschreibung


Die Charakteristika eines Hochgebirgssees trägt der in 1.872 m gelegene Falkertsee. Er liegt eingebettet in Quarzphyllite der Gurktaler Alpen. Das Gewässer ist ca. 6 Monate eisbedeckt. Während der Sommermonate erreicht es relativ hohe Oberflächentemperaturen von teilweise mehr als 13°C. Das unmittelbare Seeumland weist eine karge Vegetation auf, eine Ufervegetation fehlt.

Beliebtes Ausflugsziel. Im direkten Einzugsgebiet des Falkertsees liegen Hotels, Jausenstationen und private Wochenendhäuser.

Morphometrische Daten

Falkertsee - Geographische Daten
Geographische Länge 13,82854409
Geographische Breite 46,86183425
Seehöhe [m ü. A.] 1870
Falkertsee - Morphometrische Daten
Fläche [km²] 0,043179
Max. Tiefe [m] 13,2
Mittlere Tiefe [m] 5,5
Volumen [m³] 238.131
Theoretische Wassererneuerungszeit [Jahre]
Abfluss MQ (1971 - 1990) [l/s]
Einzugsgebiet [km²] 0,9

Fischbestand


Im Falkertsee leben folgende 5 Fischarten:

Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)
Seesaibling (Salvelinus alpinus)
Amerikanischer Seesaibling (Salvelinus namaycush)
Bachforelle (Salmo tutta f. fario)
Elritze (Phoxinus phoxinus) Pfrille


Der Seesaiblingsbestand im Falkertsee war schon im Mittelalter bekannt (WAGNER, 1948). Der Besatz von Seesaiblingen in den Friesacher Stadtgraben durch Mönche im 13. Jahrhundert stammt möglicherweise aus dem Falkertsee. Auch bei WULFEN wird vor ca. 200 Jahren der Seesaibling für den Falkertsee eigens erwähnt (HONSIG-ERLENBURG & MILDNER, 1996). Früher kamen nur kleinwüchsige Seesaiblinge, sogenannte "Schwarzreuter" im Falkertsee vor, auch heute werden die Fische nicht sehr groß.

Besatz mit nicht heimischen Fischen. In den Jahren 1986/87 wurden nicht heimische Amerikanische Seesaiblinge sowie Bachsaiblinge besetzt, welche als direkte Nahrungskonkurrenten zu den bodenständigen Seesaiblingen anzusehen sind (TRAER & WOSCHITZ, 1988). Trotz der relativ hohen Dichte an Seesaiblingen werden jährlich immer wieder solche nachbesetzt, was einerseits aus ökologischen Gründen und andererseits aus fischereiwirtschaftlichen Gründen negativ zu sehen ist. Infolge des steigenden Konkurrenzdruckes wachsen die Fische immer schlechter ab. Die ehemals große Elritzenpopulation ist in letzter Zeit stark zurückgegangen.

Das Fischereirecht im Falkertsee gehört den Österreichischen Bundesforsten und wurde vom Berg- und Sporthotel Köfer gepachtet.
 

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