Künstlich angelegter Badesee. Der im Gemeindegebiet St. Andrä/Lavanttal auf 405 m Seehöhe gelegene Badesee wurde im Jahre 1990 künstlich angelegt und im Sommer 1991 seiner Bestimmung als Badesee übergeben. Der etwa 2,5 ha große Grundwassersee liegt im Auengebiet der Lavant, eingesenkt in Flussschotter, der mit lehmigem Feinsand bedeckt sind. Da das Grundwasser durch die intensiv betriebene Landwirtschaft des Einzugsgebietes beeinträchtigt ist, wurde ein Zu- und Abfluss installiert, damit der See im Bedarfsfall nach der Badesaison mit dem Wasser der Lavant durchspült werden kann. Ursprünglich war der See maximal 3,5 m tief. Zudem kam es jedes Jahr im Sommer zu sehr starken Algenblüten. So wurden schließlich Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und der See bis zu einer Tiefe von 5 m eingetieft. Außerdem wurde der östliche Teil, der eine Schilf- und Verlandungszone darstellt, mittels eines Dammes vom eigentlichen Badebereich getrennt. Dieser östliche Teil des Sees dient als Nährstoffpuffer gegen den Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft.
Im St. Andräer Badesee kommen folgende 6 Fischarten vor (HINTZ et al., 1995; HONSIG-ERLENBURG et al., 1996):
Hecht (Esox lucius)
Aitel (Leuciscus cephalus)
Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
Schleie (Tinca tinca)
Gründling (Gobio gobio)
Moderlieschen (Leucaspius delineatus)
Fischbestand. Diese Angaben gehen auf eine Fischbestandsaufnahme mittels Netzbefischung sowie Elektro-Kontrollbefischung im Juni 1995 zurück. Zusätzlich wurden Zander (
Sander lucioperca) besetzt. In der Anfangsphase nach der Entstehung des Badesees kamen in diesem Gewässer auch Lauben (
Alburnus alburnus) vor (HONSIG-ERLENBURG et al., 1996).
Die Moderlieschen finden sich vor allem in den Freiwasser- und Uferbereichen. Diese mit der Laube verwandte Fischart war bis vor wenigen Jahren in Kärnten nicht heimisch und wurde über Besatzmaterial aus Oberösterreich zunächst in Teichen bei Klagenfurt sowie in weiterer Folge im Sablatnigmoor eingebürgert. Im St. Andräer See ist diese Art mit großer Wahrscheinlichkeit durch Wasservögel eingeschleppt worden. Wasservögel vermögen nämlich über ihr Federkleid Fischlaich zu übertragen.