Oberhalb von Velden in 593 m Seehöhe in einer Senke des den Wörthersee im Norden begleitenden Altkristallinzuges liegt der Saisser See. Seine leicht bräunliche Wasserfarbe verdankt dieser See den umgebenden dunklen Moorböden.
Nur wenige kleine Rinnsale aus den Moorwiesen im Westen, Nordwesten und Osten und vom nördlichen Waldhang speisen den Saisser See. Ein kleiner Bach im Südwesten ist der einzige Abfluss. Der See ist äußerst schwach durchströmt. Das Einzugsgebiet im Altkristallin bewirkt einen geringen Elektrolytgehalt und fördert die Bildung von saurer Moorvegetation im Verlandungsbereich.
Naturbelassene Ufer. Die Ufer des Saisser Sees sind weitgehend naturbelassen. Im Norden und Süden grenzen Föhren- und Fichtenforste direkt an den See. Das Westufer wird von moorigen Wiesen begrenzt. Hier findet sich auch der einzige öffentliche Badeplatz. Der Verlandungsbereich des Ostufers geht in saure Moorwiesen über. Der Saisser See zeichnet sich durch eine ausgeprägte Unterwasservegetation aus. In einem Tiefenbereich zwischen 1,5 und 4,5 m befindet sich ein geschlossener Teppich aus Armleuchteralgen. In geringeren Tiefen sind größere Bestände von Tausendblatt und Krausenlaichkraut anzutreffen.
Aus dem Saissersee sind folgende 11 Fischarten bekannt (GLATZ & HACKER, 1979):
Hecht (Esox lucius)
Barsch (Perca fluviatilis) Blau Barsch
Wels (Silurus glanis) Waller
Bitterling (Rhodeus sericeus amarus)
Güster (Abramis björkna)
Karpfen (Cyprinus carpio)
Laube (Alburnus alburnus) Steinfischerl
Rotauge (Rutilus rutilus)
Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
Schleie (Tinca tinca)
Forellenbarsch (Micropterus salmoides)
Angelfischereiliche Nutzung. Den Hauptanteil im See nehmen die Güster vor den Barschen ein. Angelfischereilich sind neben Karpfen und Schleien vor allem Welse und Hechte von großem Interesse. Fischereiberechtigt ist die Familie Wrann aus Velden.