Die Seeforelle
Seeforelle [Salmo trutta f. lacustris (Linné, 1758)]
In ihrer Form sehr variabel. Unregelmäßige schwarze Flecken auf der Seite; rote Tupfen wie bei der Bachforelle fehlen. Kleine Schuppen, großes Maul.
Maximale Größe: 1 m.
Maximales Gewicht: 20 kg.
Vorkommen in Kärnten
Früher war die Seeforelle der Hauptfisch im Weißensee. Außerdem wurden Seeforellen im Wörthersee, im Keutschacher See, im Hafnersee, im Turracher See und im Klopeiner See eingesetzt. Durch Besatz leben die Seeforellen auch in den Stauräumen der Drau und ihren Zubringern.
Die Seeforelle kommt außerdem in Mittel- und Nordeuropa, Skandinavien, Großbritannien und Island vor.
Lebensweise
Die Seeforelle bewohnt große, tiefe, sauerstoffreiche Seen. Die Jungfische halten sich entweder im Mündungsbereich von Zuflüssen oder im Uferbereich der Seen auf. Erwachsene Fische leben meist in den weitläufigen Freiwasserzonen der Seen.
Nahrung
Jungfische: Wasserinsekten und deren Larven, Kleinkrebsen, Fischbrut und Anflugnahrung.
Erwachsene Tiere: Fische
Fortpflanzung
Die Seeforelle ist ein Kieslaicher, der zur Laichzeit, von Oktober bis Dezember, vor allem in die in Seen einmündenden Fließgewässer aufsteigt. Manche Populationen legen dabei kilometerlange Strecken in größeren Flüssen zurück, andere wieder steigen nur ein paar hundert Meter in kleine einmündende Bäche auf. Dort wachsen auch die Jungfische auf, bevor sie in den See wandern. Sie werden erst in einem Alter von 4 bis 5 Jahren laichreif. Die Rogner entwickeln zwischen 1.000 bis 2.000 Eier pro Kilogramm Körpergewicht.
Besonderheiten
Eine taxonomische Trennung zwischen Seeforellen und Bachforellen ist nicht eindeutig möglich, selbst die Frage ob es sich bei der See, Bach und Meerforelle um Unterarten oder nur um standortspezifische Varietäten handelt ist bis dato nicht eindeutig geklärt. Versuche haben gezeigt, dass unter bestimmten äußeren Bedingungen Bachforellenbrut zu Seeforellen heranwachsen können.
Fischerei
Die Seeforelle ist fischereiwirtschaftlich sehr bedeutend, da die Fische bis zu einem Meter lang und 20 Kilogramm schwer werden können. Ihr Fleisch gilt als besondere Delikatesse.
Gefährdung
Der Verlust intakter Laichplätze bzw. die Verhinderung des Aufstiegs zu den Laichplätzen durch Querbauwerke trägt mit zum Rückgang des Seeforellenbestands bei.
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