Afritzer See
Der Afritzer See liegt im Gegendtal zwischen den Hängen des Mirnock und des Wöllaner Nock, die steil zum See hin abfallen. Während das Südwestufer weitgehend unberührt ist und der Wald bis zum Ufer hinabreicht, verläuft die Millstätter-Bundesstraße (B 98) entlang des Nordostufers. Der Afritzer See ist der Rest eines ehemals wesentlich größeren Sees, der durch einen Felssturz geteilt wurde. Dieser bildet die Wasserscheide, wodurch ein Teil, der heutige Feldsee, nach Nordwesten zum Millstätter See und der Afritzer See nach Südosten in Richtung Treffen entwässern. Der See ist im Sommer streng geschichtet und erreicht an der Oberfläche Wassertemperaturen von mehr als 23°C.
Das durch Schilfbestände charakterisierte Nordwest- und das abflußseitig gelegene Südostufer verlaufen flach. Entlang der Straße und an der Südseite des Sees gibt es mehrere Anwesen, Gasthäuser, ein Bungalowdorf sowie Bäder.
Der Afritzer See gehört zum gleichnamigen, 144 ha großen Landschaftsschutzgebiet (LGBl. Nr. 86/1970, LGBl. Nr. 63/1983).
| Afritzer See - Geographische Daten |
| Geographische Länge |
13,769626 |
| Geographische Breite |
46,7434495 |
| Seehöhe [m ü. A.] |
750 |
| Afritzer See - Morphometrische Daten |
| Fläche [km²] |
0,487853 |
| Max. Tiefe [m] |
22,5 |
| Mittlere Tiefe [m] |
14,2 |
| Volumen [m³] |
6.925.741 |
| Theoretische Wassererneuerungszeit [Jahre] |
1,7 |
| Abfluss MQ (1971 - 1990) [l/s] |
130 |
| Einzugsgebiet [km²] |
8,67 |
Im Afritzer See leben folgende 15 Fischarten (HUBMANN, 1996):
Reinanke (
Coregonus lavaretus)
Seeforelle (
Salmo trutta f.
lacustris)
Hecht (
Esox lucius)
Wels (
Silurus glanis)
Aal (
Anguilla anguilla)
Aitel (
Leuciscus cephalus)
Brachse (
Abramis brama)
Karpfen (
Cyprinus carpio)
Laube (
Alburnus alburnus)
Rotauge (
Rutilus rutilus)
Rotfeder (
Scardinius erythrophthalmus)
Schleie (
Tinca tinca)
Zährte (
Vimba vimba)
Barsch (
Perca fluviatilis)
Zander (
Sander lucioperca)
Der Afritzer See wird wie der Feldsee von der Fischzuchtanstalt Feld am See bewirtschaftet und angelfischereilich genutzt. Der jährliche Ertrag ist hoch und liegt zwischen 30 und 40 kg/ha. Besetzt werden vor allem Karpfen, Hechte und Reinanken. Zusätzlich wurde ein Besatz mit Seeforellen durchgeführt. Im Jahre 1981 wurde ein Hecht mit einer Länge von 141 cm und einem Gewicht von 18 kg gefangen, der den Namen "Dagobert" erhielt. Dieser Fisch ist heute im Landesmuseum Klagenfurt zu sehen.
Coregonen wurden besetzt und vermehren sich heute natürlich, sie werden bereits angelfischereilich stark genutzt. Die Hauptfische des Afritzer Sees sind Rotaugen und Barsche, weiters kommen Lauben, Brachsen, Rotfedern und noch in großer Häufigkeit Aale vor. Die Anzahl an Aiteln, Welsen und Zandern ist gering (HUBMANN, 1996).
Der Afritzer See beherbergte wie die meisten Kärntner Seen ursprünglich einen Edelkrebsbestand. Dieser wurde durch das Auftreten der Krebspest jedoch vernichtet. Seit 1992 wird der Versuch unternommen einen Edelkrebsbestand (Astacus astacus) im See anzusiedeln. In den letzten Jahren wurden durchschnittlich 1000 Stück pro Jahr Besatzkrebse im See ausgesetzt.
Der Seenkataster ist eine Zusammenstellung der Hintergrunddaten von stehenden Gewässern als Basis für die Bewertung des ökologischen Zustandes in Hinblick auf die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL - Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik). Sämtliche Grundlagendaten werden in einer Datenbank erfasst. Mit Hilfe der Software ArcView GIS, Version 3.2, erfolgte die Auswertung der geograpischen Informationen.
Die Angaben zur Vegetation stammen von HARTL, STERN & SEGER (2001): "Die Karte der aktuellen Vegetation von Kärnten". Die daraus erhaltenen georeferenzierten Daten wurden mit den Einzugsgebieten verschnitten und in die Datenbank übertragen. Insgesamt wird zwischen 40 verschiedenen Vegetationsformen unterschieden.
Für eine bessere Überschaubarkeit der Ergebnisse sind diese Vegetationsformen in der folgenden Tabelle in die Großgruppen Intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen, Wirtschaftsgrünland, Wald, Oberflächengewässer, Verbaute Flächen, Alpen und Sonstiges zusammengefasst worden.
Vegetation im Einzugsgebiet
nach der Vegetationsaufnahme nach HARTL et al., 2001
Vegetation im Einzugsgebiet
unterhalb der 800 Meter Höhenlinie nach der Vegetationsaufnahme nach HARTL et al., 2001
Ausweisung der intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen
und des Wirtschaftsgrünlands im Einzugsgebiet nach der Vegetationsaufnahme nach HARTL et al.,2001
Ausweisung der intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen
und des Wirtschaftsgrünlands im Einzugsgebiet unterhalb der 800 Meter Höhenlinie nach der Vegetationsaufnahme nach HARTL et al.,2001
Die Einzugsgebiete wurden georeferenziert und mit der Digitalen Katastermappe (DKM), Stand 2003, verschnitten. Die dabei erhaltenen Daten wurden in eine Datenbank übertragen und liefern nun, je nach Fragestellung, Informationen über die flächenmäßige Verteilung der unterschiedlichen Nutzungsarten.
Insgesamt wird zwischen 34 Nutzungsarten unterschieden. Auch diese wurden wieder den Großgruppen zugeteilt, die schon für die Vegetationsformen angewendet wurden.
Nutzung im Einzugsgebiet
nach dem digitalen Katasterplan
Nutzung im Einzugsgebiet
unterhalb der 800 Meter Höhenlinie nach dem digitalen Katasterplan
Ausweisung der intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen
und des Wirtschaftsgrünlands im Einzugsgebiet nach dem digitalen Katasterplan
Ausweisung der intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen
und des Wirtschaftsgrünlands im Einzugsgebiet unterhalb der 800 Meter Höhenlinie nach dem digitalen Katasterplan