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Kärntner Institut für Seenforschung - Naturwissenschaftliches Forschungszentrum
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See-Rüsselkrebs; Foto: Santner

WasserLeben: Bosmina coregoni (See-Rüsselkrebs)

08. Februar 2010

Fortpflanzung: Jungfernzeugung: Die Weibchen aller Blattfußkrebse (Wasserflöhe) legen in den Brutraum ihres Rückenpanzers drei Arten von Eiern. Unter normalen Bedingungen entstehen Subitaneier, die sich im Brutraum direkt zu Weibchen entwickeln. Unter ungünstigen Außenbedingungen werden Männcheneier gebildet. Die Männchen befruchten die Eier der Weibchen vor dem Eintritt in den Brutraum. Dadurch entstehen Dauereier, die geschützt durch eine Hülle Trockenheit überstehen können. Aus ihnen entwickeln sich ausnahmslos Weibchen, die wiederum rasch und zahlreich durch Jungfernzeugung den Lebensraum „Freiwasser“ besiedeln.

Aus: WasserLeben. Kärntner Seen - ein Naturerlebnis für Groß und Klein
Broschüre erhältlich im Amt der Kärntner Landesregierung Abteilung 5 - Kultur, Fr. Sonja Kribitz
Spitalgasse 14, 9020 Klagenfurt am Wörthersee,
Tel: 050 536 40552, Email: sonja.kribitz@ktn.gv.at
Preis: € 2,50
Der rotgefärbte Eudiaptomus gracilis schützt sich durch seine Farbpigmente vor UV-Strahlen; Foto: G. Santner

Biodiversität - Die biologische Vielfalt des Lebens

04. Februar 2010

Die biologische Vielfalt ist grundlegend für das menschliche Leben. Unser Befinden im täglichen Leben hängt von ihr ab. Durch den sorglosen Umgang mit unserer Umwelt gefährden und zerstören wir diese Vielfalt.

Biodiversität begegnet uns täglich. Angefangen von unsichtbaren, mikroskopisch kleinen Bakterien bis hin zu Pflanzen und Tieren, welche in unterschiedlichen Lebensräumen zu finden sind.
Die Vielfalt des Lebens auf dieser Erde bildet den Grundstein unserer Existenz. Sie beliefert uns mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und heilenden Wirkstoffen und hält für uns einen unschätzbaren Reichtum an Farben, Formen und Inspirationen sowie Natur- und Erholungsräume bereit.

Das Kärntner Institut für Seenforschung beschäftigt sich im Jahr der Biodiversität mit den vielfältigen Formen des Lebens. In den kommenden Monaten stellen wir an dieser Stelle unterschiedliche Lebensräume und gefährdete oder besondere Tiere des Wassers vor.

weitere Informationen zum Schwerpunkt Biodiversität
Schwertborsten-Rädertier; Foto: Santner

WasserLeben: Polyarthra vulgaris (Schwertborsten-Rädertier)

01. Februar 2010

Das Schwertborsten-Rädertier schwebt wie alle planktischen Organismen im Wasser und kann aus eigener Kraft nur kleinräumige Bewegungen vollziehen, die es mit Hilfe des Wimpernkranzes am Kopf, genannt Räderorgan, bewerkstelligt. Hauptsächlich aber dient das Räderorgan dem Herbeistrudeln von Nahrung zur Mundöffnung. Das ständige Hin- und Herbewegen der Wimpern hat der ganzen Familie den Namen Rädertier eingetragen.
Fortpflanzung: Jungfernzeugung (siehe Facetten-Rädertier).

Aus: WasserLeben. Kärntner Seen - ein Naturerlebnis für Groß und Klein
Broschüre erhältlich im Amt der Kärntner Landesregierung Abteilung 5 - Kultur, Fr. Sonja Kribitz
Spitalgasse 14, 9020 Klagenfurt am Wörthersee,
Tel: 050 536 40552, Email: sonja.kribitz@ktn.gv.at
Preis: € 2,50
Facetten-Rädertier mit Ei; Foto: Santner

WasserLeben: Keratella cochlearis (Facetten-Rädertier)

18. Januar 2010

Fortpflanzung: Durch Jungfernzeugung (eingeschlechtliche Fortpflanzung: die Nachkommen entstehen aus unbefruchteten Eizellen) wird der freie Wasserkörper rasch und zahlreich besiedelt. Treten ungünstige Bedingungen auf, sind die Rädertiere in der Lage, Eier zu produzieren, aus denen sich wesentlich kleinere und völlig andersgestaltige Männchen entwickeln. Durch die Befruchtung entstehen Dauereier, die Trockenheit und ungünstige Bedingungen überstehen. Herrschen wieder bessere Bedingungen, wärmere Wassertemperaturen, entwickeln sich aus den Dauereiern Weibchen, die über Jungfernzeugung wieder für Nachwuchs sorgen. Auf diese Weise erfolgt rasch eine Besiedlung des Freiwasserkörpers mit dem Facetten-Rädertier, das dann millionenfach je Kubikmeter Wasser vorkommt.

Aus: WasserLeben. Kärntner Seen - ein Naturerlebnis für Groß und Klein
Broschüre erhältlich im Amt der Kärntner Landesregierung Abteilung 5 - Kultur, Fr. Sonja Kribitz
Spitalgasse 14, 9020 Klagenfurt am Wörthersee,
Tel: 050 536 40552, Email: sonja.kribitz@ktn.gv.at
Preis: € 2,50
Burgunderblutalge mikroskopische Aufnahme; Foto: Friedl

WasserLeben: Planktothrix rubescens (Burgunderblutalge)

12. Januar 2010

Die Blaualgen (Cyanobakterien) besitzen keine Geißeln. Trotzdem können sich viele Arten über langsame Kriechbewegungen fortbewegen. Die Fäden kriechen durch eine leichte Rotation um die Längsachse.

Der Name „Burgunderblutalge“ soll auf die Legende um die Schlacht bei Murten und den Untergang Karl des Kühnen zurückgehen, als sich der Murtensee rot „wie Burgunderblut“ färbte.

Fortpflanzung: Ungeschlechtlich: Zellteilung erfolgt durch Einwachsen der Zellwand von außen nach innen. Eine geschlechtliche Vermehrungsphase gibt es nicht.

Aus: WasserLeben. Kärntner Seen - ein Naturerlebnis für Groß und Klein
Broschüre erhältlich im Amt der Kärntner Landesregierung Abteilung 5 - Kultur, Fr. Sonja Kribitz
Spitalgasse 14, 9020 Klagenfurt am Wörthersee,
Tel: 050 536 40552, Email: sonja.kribitz@ktn.gv.at
Preis: € 2,50

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Aktualisierung: 23.02.2010