Seenbericht 2012
Der Kärntner Seenbericht im Internet
Die hervorragende Wasserqualität von 43 untersuchten Kärntner Seen bescheinigt auch in diesem Jahr wieder der 26. Kärntner Seenbericht.
11 Seen wurden mit einer sehr guten Wasserqualität als „oligotroph“, d.h. nährstoff- und algenarm, eingestuft. 17 Seen zeigten nur leicht erhöhte Nährstoff- und Algenkonzentrationen und wurden als „schwach mesotroph“ bewertet. 8 Seen wurden als mesotroph eingestuft, 6 als schwach eutroph und 1 See als eutroph.
Die großen Seen zeigten gegenüber den Vorjahren eine unveränderte Trophie (Nährstoffstatus) zwischen oligo- (nährstoffarm) und schwach mesotroph (leicht erhöhte Nährstoffkonzentration). An neun kleineren Seen wurden Änderungen des Nährstoffniveaus gegenüber 2010 festgestellt.
Hinaufgestuft wurden aufgrund geringerer Gesamt-Phosphor-Konzentrationen 2 Seen, heruntergestuft, aufgrund höherer Gesamt-Phosphor-Konzentrationen und verstärkter Sauerstoffzehrung in der Tiefe 7 Seen.
Infolge der Sauerstoffsituation über Grund, die auf verstärkt zehrende Abbauprozesse hinwies, wurden der Greifenburger Badesee und der Wernberger Badesee von oligotroph auf schwach mesotroph umgestuft.
Der Anstieg der Gesamt-Phosphor-Konzentrationen im Lavamünder Badesee und im Rauschelesee, der zudem noch verstärkte Sauerstoff zehrende Prozesse über Grund zeigte, ergaben die Verschiebung vom schwach mesotrophen Zustand in die nächst höhere „mesotrophe“ Trophieklasse.
Seen mit kleinerem Volumen reagieren empfindlicher auf Niederschlagsereignisse und die mit ihnen verbundenen erhöhten Nährstoffeinträge. Die Probenahme am St. Urbaner See und am Pirkdorfer See fiel im Frühsommer in eine Regenperiode, die einen Phosphoranstieg im Seewasser zur Folge hatte und insgesamt zur Verschiebung der Trophie vom mesotrophen in den schwach eutrophen Status führte. Neben den höheren Gesamt-Phosphorkonzentrationen wurde am St. Andräer Badesee eine hohe Sauerstoff-Sättigung beobachtet (ein Hinweis auf die hohe Produktivität des Phytoplanktons), die die Einstufung in die höhere Trophiestufe schwach eutroph zur Folge hatte.
Eine Verbesserung von der schwach mesotrophen zur oligotrophen Trophiestufe hin zeigte der Aichwaldsee. Die Bewertung des Moosburger Mühlteiches verschob sich von eutroph zu schwach eutroph.
Auch aus hygienischer Sicht war während der gesamten Badesaison 2011 an fast allen untersuchten Seen ein uneingeschränkter Badebetrieb möglich. Zu einer Grenzwertüberschreitung bei Escherichia coli kam es einmalig an einer Badestelle am Turnersee. Bei der Kontrolle durch die Gewässeraufsicht wurde festgestellt, dass die hygienische Verunreinigung des Badewassers durch die Ansammlung zahlreicher Wasservögel auf der Badebrücke des Strandbades verursacht wurde. Unmittelbar nach diesem Ereignis wurden im Strandbad Fütterungsverbotstafeln aufgestellt und regelmäßige Kontrollen veranlasst. Die hygienische Nachuntersuchung ergab eine einwandfreie Wasserqualität, so dass kein Badeverbot ausgesprochen werden musste.
Ausgenommen der kurzzeitigen Verunreinigung am Turnersee war das Baden im Jahr 2011 an allen Badestellen aus hygienischer Sicht unbedenklich.