Der Köcher der Köcherfliegenlarve kann bis ca. 40 mm lang werden. Als Baumaterial dienen unter anderem Pflanzenteile, kleine Steinchen, Muschelschalen und Holzstückchen, die die Larve zu einer hinten geschlossenen Röhre verklebt.
Fließgewässer stehen in enger Wechselwirkung mit der Umgebung, sie sind die Lebensadern unserer Landschaft. Abhängig von der Talform, der geographischen Lage, dem geologischen Untergrund, dem Gefälle und der Wassermenge ist die Strömung der wesentlichste formende Faktor für die Lebensbedingungen in unseren Fließgewässern. Gemeinsam mit der physikalischen und chemischen Wasserbeschaffenheit bestimmen sie die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere in den Gewässern.
Alle Strukturen eines Gewässers werden von Lebewesen besiedelt: die Sohlzwischenräume (z.B. Kleinkrebse und Insektenlarven), die Sohloberfläche (z.B. Stein- und Köcherfliegenlarven), der Wasserkörper (z.B. Fische, Kleinlebewesen) des Weiteren werden Uferbereiche einschließlich der Begleitgehölze (z.B. Eisvogel, Biber) belebt. Einzelne Arten bewohnen während ihres Lebens unterschiedliche Gewässerabschnitte (z.B. Laichzug in die Bachoberläufe).
Mehrere tausend verschiedene Tier- und Pflanzenarten sind in den europäischen Fließgewässern beheimatet, cirka 3.100 Tierarten sind davon auf diesen Lebensraum spezialisiert.